Grafiken , Radierungen , Lithographien , Aquarelle
Max Clarenbach 1880 Neuss - 1952 Köln
Geboren in ärmlichen Verhältnissen, wurde Max Clarenbach mit 12 Jahren Vollwaise und wuchs bei seinen Großeltern mütterlicherseits auf. Bereits mit 13 Jahren erkannte Andreas Achenbach sein Talent, und Clarenbach wurde in die Elementarklasse der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen. Er studierte zunächst bei Heinrich Lauenstein und Arthur Kampf, später bei Eugen Dücker. Aufenthalte in Italien (1898) und Holland (1899) prägten seine Vorliebe für Landschaftsmalerei. Nach ersten Ausstellungserfolgen beendete er 1903 sein Studium in Düsseldorf.
Seine Malweise orientierte sich in den folgenden Jahren an der Haager Schule und der Schule von Barbizon, gleichzeitig engagierte sich Clarenbach im Ausstellungsverband Düsseldorf und organisierte zusammen mit ehemaligen Akademieschülern (Julius Bretz, August Deusser, Walter Ophey u. a.) erste Ausstellungen, aus denen 1909 der durch die französische Impressionisten stark geprägte Sonderbund hervorging, der sich bereits wieder 1915 offiziell auflöste. Nach Eugen Dückers Tod übte Clarenbach von 1917 bis 1945 eine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Düsseldorf aus.
Neben den von ihm besonders geschätzten Wintermotiven verstand sich Clarenbach auch auf die atmosphärische Beobachtung der anderen Jahreszeiten. Während zunächst die Landschaft des Niederrheins im Zentrum seines Schaffens stand, malte er später auch im Westerwald, Bergischen Land, dem Ruhrtal, ab 1912 häufig im Sauerland. Wenn auch die Landschaftsmalerei stets im Mittelpunkt seiner Arbeit blieb, folgten zwischen 1923 und 1930 Theater-, Sport- und Straßenszenen. Landschaftliche Motive des Regierungsbezirks Düsseldorf prägen die Wandbilder, die Max Clarenbach vor dem Ersten Weltkrieg für das Arbeitszimmer des Regierungspräsidenten im sogenannten Präsidentenschlösschen der Bezirksregierung Düsseldorf schuf.
Emilie Preyer 1849 Düsseldorf - 1930 ebenda
Emilie Preyer setzte in Düsseldorf die traditionelle Stilllebenmalerei ihres Vaters Johann Wilhelm Preyer auf hohem maltechnischen Niveau fort. Unter der Anleitung und dem Vorbild ihres Vaters hatte sie ihre Privatausbildung zur Malerin im Eiltempo absolviert. Da Frauen an Universitäten noch nicht überall zugelassen waren, galt sie anschließend an die väterliche Ausbildung als inoffizielle Studentin der Düsseldorfer Königlichen Kunstakademie. Sie hatte unter anderem Ausstellungen in Berlin, Dresden und ihrer Heimatstadt. Ihr Atelier befand sich im Haus des Vaters auf der Gartenstraße 33.
Paul Biesemann 1896 Rotterdam - 1943 Kaiserswerth
Paul Biesemann. 1896 Rotterdam - 1943 Kaiserswerth. Studierte an der Rotterdamer Zeichenschule, 1919-23 an der Düsseldorfer Akademie bei W. Döringer, E.v. Gebhardt und H. Nauen. Ab 1923 Mitglied bei "Das junge Rheinland", ab 1928 bei der "Rheinischen Secession". War tätig in Rees, Düsseldorf und Kalkar.
Julius Paul Junghans 1876 Wien - 1958 Düsseldorf
Da die Eltern von Julius Paul Junghanns aus Sachsen stammten und sich nur kurzfristig in Wien aufhielten, bezeichnete Junghanns sich selbst als Sachse. Er wuchs in Dresden auf, wo er 1895 eine Ausbildung zum Lithografen abschloss. Ein Jahr darauf begann er sein Studium an der Dresdner Kunstakademie, welches er 1899 an der Akademie der bildenden Künste in München bei dem Tiermaler Heinrich von Zügel bis ins Jahr 1904 fortsetzte. Sein Studium bei Zügel bezeichnete Junghanns als das größte Erlebnis seiner Lehrzeit.
Im selben Jahr 1904 verehelichte er sich mit Maria Buchner, Tochter eines angesehenen Münchner Tierarztes und Urenkelin des Malers Domenico Quaglio und wurde zum Wintersemester auf Vorschlag seines Lehrers Heinrich von Zügel erst 28-jährig als Leiter der Meisterklasse für Tier- und Freilichtmalerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Zwei Jahre später verlieh man ihm dort die Professur und er verblieb an der Düsseldorfer Akademie bis zu seiner Pensionierung 1945. Von März bis September 1933 war er kommissarischer Leiter der Akademie, als deren er zur Mitwirkung an der Entlassung zahlreicher Kollegen verpflichtet wurde. Er nahm regelmäßig an der Großen Deutschen Kunstausstellung teil.
Junghanns genoss aufgrund seiner traditionellen Malweise das Vertrauen und die Wertschätzung des nationalsozialistischen Regimes (z.B. 6 Bilder auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1937), was die Rezeption seines Werkes bis heute belastet. Erst spät erkannte Junghanns den Missbrauch, der mit seinem Werk getrieben wurde und erlebte, nachdem sein jüngster Sohn Rudolf 1941 gefallen war, den Zusammenbruch 1945 als schwere persönliche Krise. Er zog sich nach Erwitte
zurück, wo er fast vier Jahre unter ärztlicher Betreuung im Marienhospital lebte. Mit der Hilfe von Freunden und Sammlern konnte er 1949 nach Düsseldorf zurückkehren und sich ein neues Atelier einrichten, wo er im 82. Lebensjahr verstarb.
Junghanns war ein international bekannter, traditioneller Tier- und Freilichtmaler, der sich bisweilen selbst als Pictor antiquus (Alter Maler) bezeichnete. Pinakotheken, Kunsthallen und Museen in Berlin, Hagen, München, Düsseldorf, Bonn, Krefeld, Chemnitz, Karlsruhe, Mannheim, Wien, London, Madrid, Antwerpen, Pittsburgh, Chicago, Boston, früher auch Danzig, Königsberg, sowie Privatsammlungen sind im Besitz von Junghanns-Bildern.
Georg Hambüchen 1901 in Düsseldorf - 1971 ebenda
Wilhelm Hambüchen 1869 Düsseldorf - 1939 ebenda
Albert Riesenhuber Sen. Original Zeichnung Bleistift auf Papier
Otto Friedrich Weber 1890 Elberfeld - 1957 Wuppertal
Schöner alter Druck
Prof. Bert Heller 1912 Aachen - 1970 Berlin Original Kohlezeichnung auf Papier
Bert Heller (* 30. März 1912 in Aachen; † 29. April 1970 in Berlin) war ein deutscher Maler und Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er wurde vor allem durch Porträts, Plakate und baugebundene Arbeiten bekannt.
Nach einem Studium an der Kunstgewerbeschule Aachen von 1927 bis 1930 (u.a. bei Anton Wendling) unternahm Bert Heller Studienreisen nach Holland, Belgien und Österreich und arbeitete freischaffend in Laurensberg. Von 1940 an studierte er an der Kunstakademie in München. Im selben Jahr trat er der NSDAP bei.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er von 1946 bis 1950 Dozent an der Kunstschule in Wernigerode, von 1950 bis 1953 Meisterschüler von Heinrich Ehmsen an der Akademie der Künste (Berlin). Dem schloss sich eine Professur für Malerei an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee an, deren Rektor er von 1956 bis 1958 war. Heller trat auch der SED bei.
Er unternahm 1954 eine Studienreise nach China und 1955 nach Paris und war seit 1965 Mitglied der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin. Er war der erste unter den ehemaligen Meisterschülern der AdK, der ihr später als Ordentliches Mitglied angehörte.
Von 1958 bis zu seinem Tod 1970 arbeitete Bert Heller freischaffend in Berlin-Spindlersfeld.
Dupont-Collector
Feurzeuge + Gemälde































